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Das Gerede und die Wirklichkeit (beibehaltener Arbeitstitel)

Einmal vertrat ich in einer Diskussion die Ansicht, dass in dieser Oase der Servicefreundlichkeit die ursprüngliche Ostunfreundlichkeitswüste verloren gegangen sei. Ja sogar, dass man sich im Grunde aufmachen sollte und die Geschäfte suchen sollte, in denen man noch unfreundlich – und damit meines Erachtens nach menschlich – bedient wird. Die Kundenfreundlichkeit erinnert mich immer an Schilderungen aus Asien, wo die Menschen niemals nein sagen würden oder einen im tiefsten Hass noch freundlich anlächeln. Sicherlich auch an die verlogene Kundenservilität der Amerikaner. Warum sollte man den Angestellten nicht auch ein Leben zugestehen, ihnen Emotionen zubilligen? Warum diese blendend weiße Grauzone, strahlt […]

2005-11-07T13:13:00+01:007. November, 2005|Allgemein|0 Kommentare

Das Lügen-Wahrheit-Paradox

Die meisten Blogeinträge sind nicht so privat, wie es dieser werden wird. Das Paradoxe daran hat mich allerdings so verwirrt, dass ich es einfach einmal schildern muss. Heute log ich bewusst und weil ich log, wurde das, was ich erlog, Wahrheit. Doch von vorne: Ich hatte eine Verabredung mit einem wunderschönen Mädchen, das ich nicht kenne (und die nebenbei bemerkt einen Freund hat). Das sollte um fünf sein. Zuvor besuchte ich noch eine gute Freundin, die mich auch prompt nach meinen weiteren Plänen fragte. Um nicht in Erklärungsnot zu geraten und mich selbst unter Erfolgsdruck (durch spätere Nachfragen, wie es […]

2005-11-04T02:11:00+01:004. November, 2005|Allgemein|3 Kommentare

Schattenphilosophie

Neulich stellte mir eine Freundin eine interessante Frage: Auf was würdest du eher verzichten, auf dein Spiegelbild oder deinen Schatten? Sie sagte zudem, für mich kontraintuitiv, dass sie eher auf ihr Spiegelbild verzichten würde. Alle weiteren Freunde, denen ich diese Frage stellten, erschien es hingegen klar, dass sie ihren Schatten abgeben würden. Wozu braucht man diesen auch? Es gibt zwar die Geschichte des Peter Schlemihl, aber so richtig nachvollziehen kann man die Ausgrenzung nicht. Heute nun sagte mir eine zweite Freundin, dass sie eher ihr Spiegelbild aufgeben würde. Spricht das nun für das Verhältnis zu sich selbst. Ich weiß es […]

2005-11-03T01:11:00+01:003. November, 2005|Allgemein|0 Kommentare

Die Fragen des späten Abends

Warum stehe ich oft seufzend am Fenster und hoffe auf einen Blick, den es nicht geben wird?
Warum muss man erst loslassen, um festhalten zu können?
Warum ist es nie einfach?
Warum atmet der vergorene Orangensaft, wenn ich ihn in den Abfluss schütte, so als würde er ersticken?

2005-10-30T01:39:00+02:0030. Oktober, 2005|Allgemein|0 Kommentare

Endlose Worte

Da ich wirklich Probleme mit dem Ende der Einträge habe (ich gebe mir leider auch keine besondere Mühe dabei), hier nur ersteinmal ein kleiner Zwischeneintrag, bis ich wieder etwas klarer denken kann. Es sind lediglich zwei Worte, die mir heute in den Sinn gekommen sind und die zum deutschen Sprachschatz eigentlich dazugehören sollten: Der Kopfwurm (das mentale Äquivalent des Ohrwurms) und das Emogramm (als Ausdruck der emotionalen Tages-Verfasstheit).

2005-10-28T00:12:00+02:0028. Oktober, 2005|Allgemein|0 Kommentare

Soziale Phänomene neu entdecken: Der Abschied

Finden sie es auch bedauerlich, dass sich viele Freunde einfach emotionslos in den Alltag verabschieden. Ein einfaches Tschüss, mehr nicht. Und dabei ist unklar, ob man sich überhaupt wiedersieht. Aber jetzt wird Vergänglichkeit mittels einfachster Konditionierung fühlbar: Ein regelmäßiger und gezielter Tritt gegen das Schienenbein kann den Schmerz mit der Verabschiedung koppeln. Einmal kurz den Freund in den Schwitzkasten und schon wird Atemnot mit ihrem Abschied verbunden.

2005-10-26T12:19:00+02:0026. Oktober, 2005|Allgemein|1 Kommentar
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