Schöne Szene II
Ein Akrützelredakteur beim Nachrichtenlesen:”Lars von Trier hat meine Idee geklaut. Er will die Nibelungen neu verfilmen.” Nach einigem Lachen schob er erklärend und ernst nach: “Ich hatte die Idee schon lange.”
Ein Akrützelredakteur beim Nachrichtenlesen:”Lars von Trier hat meine Idee geklaut. Er will die Nibelungen neu verfilmen.” Nach einigem Lachen schob er erklärend und ernst nach: “Ich hatte die Idee schon lange.”
Wir spielen “Mafia”. Ein prima Denunziationsspiel. Eine Freundin widerlegt sehr langwierig – und wahrscheinlich auch in sich schlüssig – die Argumentation ihres Nachbars, der sie verdächtigt hatte. Er entgegnet nur lapidar: “Das wird zu komplex. Du bist es.”
Das schöne am Fußball, eigentlich an allen Sportarten, ist, dass man überhaupt nicht mehr nachdenkt. Alles reduziert sich auf Körper und Bewegung, auf Atem und Schweiß. Irgendwie kommt man – auf eine abstruse Art – mit sich ins Reine: Nach einem 10 Kilometer-Lauf gibt es keine Probleme außer den körperlichen mehr. Fußball ist eine Art Meditation.
Nur manchmal drängt sich neben das einfache Gewinnenwollen, unerwarteterweise der Gegner mit seiner absurden eigenen Wirklichkeit. Beispielsweise beim Herrentagsturnier der Uni: Ich wusste mit 100 % Sicherheit, dass der Ball meine Hand nicht berührt hat – es ist ja doch meine Hand. Die Gegnerin behauptete […]
Man erschafft sich alle Dämonen, die einen quälen, selbst.
Manchmal hört man durch den Grundton des Alltags das schallende Lachen des Lebens. Es ist ein schreckliches Lachen, das Lachen eines Kindes, das sich freut, dass wieder einmal jemand in seine Falle gegangen ist. Kein Hollywoodregisseur könnte die Brutalität dieses Momentes so passgenau ausgestalten.
Szene: Eine Feier in einer alten Bahnhofshalle. Diverse Bühnen und Tribünen sind aufgebaut, verschiedene Künstler treten nacheinander auf.
Vorgeschichte: Mit einem Freund setze ich mich auf eine Tribüne, wir lassen das erste Konzert entspannt vorbeistreichen. Weil ich meine Regenjacke nicht die ganze Zeit tragen will, lege ich sie dort ab, auf die höchste Stufe.
Wie ich es bereits geahnt […]
Warum ich immer so viel schreibe?
Weil ich manchmal Texte schreibe, die mir fast zu privat sind. Löschen will ich sie aber im Nachhinein auch nicht. Deshalb schreibe ich schnell ganz viele (meist zwei) weitere Beiträge, um die Leser über diese intimen Einträge hinwegzutäuschen.