Allgemein

Das Lügen-Wahrheit-Paradox

Die meisten Blogeinträge sind nicht so privat, wie es dieser werden wird. Das Paradoxe daran hat mich allerdings so verwirrt, dass ich es einfach einmal schildern muss. Heute log ich bewusst und weil ich log, wurde das, was ich erlog, Wahrheit. Doch von vorne: Ich hatte eine Verabredung mit einem wunderschönen Mädchen, das ich nicht kenne (und die nebenbei bemerkt einen Freund hat). Das sollte um fünf sein. Zuvor besuchte ich noch eine gute Freundin, die mich auch prompt nach meinen weiteren Plänen fragte. Um nicht in Erklärungsnot zu geraten und mich selbst unter Erfolgsdruck (durch spätere Nachfragen, wie es […]

2005-11-04T02:11:00+01:004. November, 2005|Allgemein|3 Kommentare

Schattenphilosophie

Neulich stellte mir eine Freundin eine interessante Frage: Auf was würdest du eher verzichten, auf dein Spiegelbild oder deinen Schatten? Sie sagte zudem, für mich kontraintuitiv, dass sie eher auf ihr Spiegelbild verzichten würde. Alle weiteren Freunde, denen ich diese Frage stellten, erschien es hingegen klar, dass sie ihren Schatten abgeben würden. Wozu braucht man diesen auch? Es gibt zwar die Geschichte des Peter Schlemihl, aber so richtig nachvollziehen kann man die Ausgrenzung nicht. Heute nun sagte mir eine zweite Freundin, dass sie eher ihr Spiegelbild aufgeben würde. Spricht das nun für das Verhältnis zu sich selbst. Ich weiß es […]

2005-11-03T01:11:00+01:003. November, 2005|Allgemein|0 Kommentare

Die Fragen des späten Abends

Warum stehe ich oft seufzend am Fenster und hoffe auf einen Blick, den es nicht geben wird?
Warum muss man erst loslassen, um festhalten zu können?
Warum ist es nie einfach?
Warum atmet der vergorene Orangensaft, wenn ich ihn in den Abfluss schütte, so als würde er ersticken?

2005-10-30T01:39:00+02:0030. Oktober, 2005|Allgemein|0 Kommentare

Endlose Worte

Da ich wirklich Probleme mit dem Ende der Einträge habe (ich gebe mir leider auch keine besondere Mühe dabei), hier nur ersteinmal ein kleiner Zwischeneintrag, bis ich wieder etwas klarer denken kann. Es sind lediglich zwei Worte, die mir heute in den Sinn gekommen sind und die zum deutschen Sprachschatz eigentlich dazugehören sollten: Der Kopfwurm (das mentale Äquivalent des Ohrwurms) und das Emogramm (als Ausdruck der emotionalen Tages-Verfasstheit).

2005-10-28T00:12:00+02:0028. Oktober, 2005|Allgemein|0 Kommentare

Soziale Phänomene neu entdecken: Der Abschied

Finden sie es auch bedauerlich, dass sich viele Freunde einfach emotionslos in den Alltag verabschieden. Ein einfaches Tschüss, mehr nicht. Und dabei ist unklar, ob man sich überhaupt wiedersieht. Aber jetzt wird Vergänglichkeit mittels einfachster Konditionierung fühlbar: Ein regelmäßiger und gezielter Tritt gegen das Schienenbein kann den Schmerz mit der Verabschiedung koppeln. Einmal kurz den Freund in den Schwitzkasten und schon wird Atemnot mit ihrem Abschied verbunden.

2005-10-26T12:19:00+02:0026. Oktober, 2005|Allgemein|1 Kommentar

Ideen für Deutschland (Test für Letzte Seite)

Die Deutschen leben zu enthaltsam. Sie sind die Asketen Europas. Statt zu shoppen schauen sie nur noch. Das Geld sitzt fest. Es sind nur noch Stand auf dem Konto, es fließt nicht mehr.
Die Deutschen kaufen nichts mehr und wenn doch – dann das Falsche.
Deshalb schlägt das Institut für Soziale Marktwirtschaft in Anlehnung an den Bertelsmann-Club ein neues Konzept für Deutschland vor: Mitglied im Deutschland-Club (ehemals: deutscher Staatsbürger) ist nur, wer alle drei Monate aus dem Konsumkatalog bestellt. Der Katalog wird kostenlos an alle Haushalte verteilt und enthält Luxus-Artikel ausgewählter rein deutscher Produzenten. Die Mitgliedschaft wird je nach Konsum abgestuft: […]

2005-10-26T00:02:00+02:0026. Oktober, 2005|Allgemein|3 Kommentare
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