Film

Star Wars – Ein Verriss

Oje! Ich war doch bereit, auf der guten Seite (des Lobs) zu bleiben. Ich ahnte nichts von der dunklen Seite (der Kritik). Und dann das!

Der neue Star-Wars-Film fängt so hoffnungsvoll an. Es ist ja immer spannend, kleinen Davids (einer Schrottsammlerin und einem Deserteur) bei ihrem Kampf gegen die übermächtigen Goliaths (Die Erste Ordnung) zuzusehen. Die Witze sind etwas ruppig und unbeholfen, aber immerhin, es sind halbwegs gewitzte Dialoge. Auch sehr schön ist es, wie Han Solo wieder eingeführt wird. Hier nimmt sich der Film auch Zeit für einzelne Szenen. Doch spätestens als die zusammengewürfelte Truppe zu ihrer großen Rebellen-Organisation zurückkehrt, […]

2018-05-06T09:42:26+02:0029. Dezember, 2015|Film|2 Kommentare

Der Zuschauertext. Wenn jeder Gedanke ein Gedanke zu viel ist

Man kann die Qualität von Filmen daran erkennen, wie sie ihre Hauptfiguren vorstellen und einführen. Das kann ganz kunstvoll und über Umwege geschehen, oder aber über einen Weg, den ich den Zuschauertext nenne und der sich immer weiter ausbreitet. Dann sprechen die Figuren Sätze nur, um dem Zuschauer etwas klarzumachen – damit auch der dümmste versteht, worum es gerade geht. Beispielsweise wird erklärt, welche Verbindung die beiden gezeigten Personen zueinander haben oder welche Vorgeschichte sie haben. Ein fiktives Beispiel: „Hallo Schwesterherz, schön dich zu sehen. Nach dem Tod unseres Vaters haben wir uns ja drei Jahre nicht mehr gesehen. Schön, […]

2018-05-20T11:20:51+02:001. Dezember, 2014|Film|2 Kommentare

Die filmische Heimat

Ich muss es noch einmal schreiben. Als ich das letzte Mal meine Vorliebe für die Serie „Heimat“ von Edgar Reitz beschrieb, kannte ich die zweite Staffel noch nicht. Die erste Staffel war schon sehr gut gefilmt und geschauspielert. Aber die zweite Staffel übertrifft das noch um Längen. Zumal mir die in München spielende „Chronik einer Jugend“ auch inhaltlich näher ist.
Ich neige selten zu (positiven) Superlativen, aber hier ist jeder angebracht. Rein filmtechnisch gesehen hat es Reitz geschafft, jeder Szene eine Bildsprache zu geben, die mit dem Inhalt der Szene korrespondiert. Die Form bekommt eine eigene Sprache, sie unterstützt die […]

2018-05-08T20:22:39+02:005. Juli, 2011|Film|0 Kommentare

Meine Heimatliebe

Nachdem mir zu Recht vorgehalten wurde, dass ich hier in diesem Blog doch immer nur das Negative aufschreiben würde, all das was mich aufregt, was man nicht tun sollte, und das mit einem elendig apodiktischen Stil, der ja geradezu Widerspruch hervorrufen musste, habe ich, nun ja, beschlossen auch mal was Positives zu schreiben. Ich entschuldige mich an dieser Stelle schonmal dafür. Aus irgendeinem Grund bin ich immer davon ausgegangen, dass nur das Negative generalisierbar ist, während das Positive nur aus privaten, schwer erklärbaren Versatzstücken besteht. Da ich im Positiven noch Anfänger bin, werde ich mich erstmal auf eine Film-Empfehlung stützen, […]

2018-05-08T21:40:53+02:0026. Februar, 2011|Film|3 Kommentare

„Der letzte schöne Herbsttag“ – Der nötige Verriss

Getreu dem Motto „Wenn nichts anderes geht, geht immer noch ein Verriss“, widme ich mich mal wieder dem aktuellen Kino. Diesmal aber ein B-Movie: Der letzte schöne Herbsttag. Um es gleich vorwegzunehmen: Wer ein wenig Empathiefähigkeit hat, der sollte sich diesen Film nicht antun! Es ist eine Qual einer kaputten Beziehung zuzusehen!
Der Film tritt an und versucht eine Beziehung aus den Augen seiner beiden Protagonisten zu beschreiben. Die Geschichte wird im Wesentlichen in Einzelaufnahmen der beiden Hauptdarsteller erzählt: Sie ist eine durchgeknallte, aufmerksamkeitssüchtige Protofrau, er ein emotionsblinder, auf Jungstätigkeiten fixierter Protomann – beide allerdings im bildungsbürgerlichen Münchner Milieu angesiedelt. […]

2018-06-07T20:35:38+02:0029. November, 2010|Film|6 Kommentare

The Hurt Locker. Ein selbstmitleidiges Cowboy-Drama

Neulich habe ich zufällig den Viel-Oscargewinner „The Hurt Locker“ gesehen. Er bekam unter anderem den Oscar als bester Film, für die beste Regie und das beste Drehbuch. Er wurde auch von den meisten Kritikern hierzulande als bester Film des Jahres gefeiert, ja gar als „Konsensfilm“ bezeichnet. Ich habe allerdings wieder einmal ein Sondervotum zu bieten.
Es geht diesmal weniger um eine Stilkritik, als um eine inhaltliche Kritik. Wer den Film noch sehen möchte, sollte an dieser Stelle zu lesen aufhören.
Ich fand den Film spannend, weil er eine Realität zeigen will, die ich so aus den Medien noch nicht kannte […]

2018-06-07T20:50:05+02:0012. März, 2010|Film|0 Kommentare
Nach oben